Informationen müssen frei sein, das in die Konjunktur gekommene Leaken vertraulicher Daten unter den Schutz der Pressefreiheit fallen. So sah es die Mehrheit bei der Podiumsdiskussion des Instituts zur Förderung des publizistischen Nachwuchses in München. Im Prinzip stimmte sogar der US-Botschaftsvertreter zu.
Auch wenn Wikileaks im Moment weitgehend außer Betrieb ist: Das Material, das über …
Karl-Theodor zu Guttenberg würde es zwar wohl nicht unterschreiben, aber die Plagiatsdiskussion um seine Dissertation zeigt, welche ungeheure demokratische Macht das Netz hat: Es mobilisiert die Schwarmintelligenz, die es rasend schnell schafft, Missstände zu dokumentieren und so Transparenz herzustellen.
Julian Assange sieht sich als Journalist und Wikileaks als Medienorganisation. Aber ist Whistleblowing allein schon Journalismus? Nein, denn zur Meinungsbildung sind die geleakten Dokumente erst nach einer journalistische Aufbereitung geeignet. Den Schutz der Pressefreiheit sollte Wikileaks trotzdem genießen.
Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner sieht den digitalen Radiergummi als großen Fortschritt in Sachen Datenschutz. Die Internet-Commmunity nicht — eine Blogschau.

